Der österreichische Dirigent Ewald Donhoffer, 1977 in Wien geboren, studierte Dirigieren an der Privatuniversität Konservatorium Wien in der Klasse von Georg Mark. Im Rahmen seiner Diplomprüfung, die er mit einstimmiger Auszeichnung ablegte, debutierte er im Mai 2006 mit Jean Sibelius' 5. Symphonie am Pult des Radio-Symphonieorchesters Wien.
Bereits während seines Studiums wurde der Chefdirigent des RSO Wien, Bertrand de Billy auf den jungen Dirigenten aufmerksam und lud ihn ein, bei der Sommerproduktion des Theaters an der Wien im Rahmen des Klangbogen 2005, der Urfassung von Beethovens „Fidelio“, als Hospitant und 2. Assistent mitzuarbeiten.
Nach der Zusammenarbeit für den „Fidelio“ schlug Bertrand de Billy Ewald Donhoffer als Studienleiter und Assistent für die Produktion der Schulhoff-Oper „Flammen“ vor, die im Sommer 2006 am Theater an der Wien Premiere hatte.
Seine Arbeit wurde nicht nur von Dirigent de Billy und Regisseur Keith Warner als hervorragend bezeichnet, auch Intendant Roland Geyer zeigte sich sehr begeistert und lud ihn ein, in selber Funktion zukünftig regelmäßiger am Haus an der Wien zu arbeiten: Jake Heggies „Dead Man Walking“ unter der musikalischen Leitung von Sian Edwards, sowie Cherubinis „Médée“ und Mozarts „Finta semplice“ mit Fabio Luisi folgten.
Diese Produktion sollte für den jungen Dirigenten den Durchbruch bedeuten: Als Einspringer für den erkrankten Fabio Luisi kam er zu einem vielseits beachteten und gefeierten Debut am Pult der Wiener Symphoniker, die er dabei vom Cembalo aus leitete.
Es folgten Engagements beim Mozarteum Orchester Salzburg, dem Westsächsischen Symphonieorchester - bei dem er ab 10/11 als 1. Gastdirigent fungieren wird -, ans Theater in Erfurt, wo er im Februar 2009 die Premiere der Brecht/Weill-Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ leitete, sowie an die Bonner Oper, wo er im Mai 09 Mozart's „Entführung“ dirigierte.
Im November 2008 war er das erste Mal an der Semper-Oper in Dresden mit Mozarts „Zauberflöte“ zu Gast und gab ein vielbeachtetes Debut am Pult der sächsischen Staatskapelle.
Im März 2009 dirigierte Donhoffer das erste Mal an der Wr. Volksoper, die ihn auch mit der Wiederaufnahme der „Zauberflöte“ und eines Balletabends mit Werken von Rossini („Max und Moritz“) betraute.
Weitere Engagements werden ihn an die Rhein-Oper Düsseldorf, nach Bremen, ans Pult der Staatskapelle Halle, sowie an die Opera Panama, die Damascus-Opera, an die Buttler Opera in Austin/Texas, zum Adana Symphonieorchester, sowie nach Singapur führen.
Ewald Donhoffer kann dabei bereits auf eine reiche Erfahrung als Dirigent während seiner Studienzeit zurückblicken. Sein Debut als Operndirigent erfolgte 2001 in Wien mit Händel's „Giulio Cesare“ an der Neuen Studiobühne Penzing, gefolgt von einer erfolgreichen Wiederaufnahme im Herbst des Folgejahres (Regie: Andreas Leisner).
2003 holte Thomas Rösner den jungen Kollegen als seinen Assistenten ans Pult der „Sinfonietta Baden“, die er während zahlreicher Einstudierungen und in Konzerten leitete.
Das Jahr 2004 brachte Assistenzen bei Reinhard Schwarz an der Kammeroper Schloß Rheinsberg bei Berlin mit Mozarts „Zauberflöte“ und Huw Rhys James bei der „Wiener Musikwerkstatt“ mit einer Oper des Finnen Einojouhaani Rautavaara - „Auringon Talo“, das Sonnenhaus.
2005 leitete er wieder eine sehr erfolgreiche Produktion an der Neuen Studiobühne Penzing, dies¬mal die Händel-Oper „Ariodante“, in der Regie von Christiane Lutz, die auch von der „Presse“ sehr gelobt wurde.
Im Jänner 2006 dirigierte er Karl Zellers „Vogelhändler“ im Rahmen einer Tournee durch Deutschland.

Im September 2006 war er Finalist des „Primer Concurso de Jovenes Directores de Orquesta“, der vom Orquesta de Cordoba veranstaltet wurde.

Seine erste CD-Produktion war dem Marimba-Konzert von Emmanuel Séjounée gewidmet, das er im Juni 2006 mit Bogdan Bacanu und den Salzburger Solisten aufnahm.
Im Februar 2007 nahm Ewald Donhoffer am Pult der Capella Istropolitana einige kleinere Orchesterwerke von Ludwig van Beethoven im Rahmen der CD-Edition des Gesamtwerks für das Label Brilliant Classics auf.

Mit dem Sommersemester 08/09 ist kehrte er als Lehrbeauftragter für Dirigieren in die Dirigentenklasse an der Konservatorium Wien Privatuniversität zurück.

Bevor Ewald Donhoffer sich ganz dem Dirigieren widmete, genoß er eine umfang¬reiche musikalische Ausbildung, die die wichtige Basis seiner Arbeit bildet: An der Wiener Musikuniversität studierte er zunächst Orgel, Cembalo und Gesang und konnte sehr bald eine rege Konzerttätigkeit vor allem als Cembalist und Kammer¬musiker, aber auch als Organist und Sänger entfalten, die zahlreiche Einladungen zu kleineren Festivals nach sich zog und hatte im Rahmen einer Karenzvertretung einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Wiener Musikuniversiät inne. Zu nennen sei hier auch seine mehrjährige Arbeit als 2. Chordirektor der traditionsreichen Wiener Singakademie und Assistent des Salzburger Bach Chores (u.a. „Idomeneo“ bei den Salzburger Festspielen 2006) oder als Cembalist beim RSO Wien unter Dirigenten wie Dennis Russel Davies und Petri Sakari. Das Continuospiel ist auch bis heute eine von ihm immer wieder gerne übernommene Aufgabe, sei es in kleinen Barockformationen oder in den Opern des Barock und der Klassik.

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