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Der österreichische Dirigent Ewald Donhoffer, 1977 in Wien geboren, studierte zwischen 2001 und 2006 Dirigieren an der Privatuni-versität Konservatorium Wien in der Klasse von Georg Mark. Im Juni 2005 legte er seine Diplomprüfung mit Auszeichnung ab und dirigierte in einem Konzert das Orchester des slowakischen Rundfunks mit Stravinskys Jeu de Cartes und Wagners Vorspiel zu den Meistersingern.
In dieser Zeit wurde auch der Chefdirigent des RSO Wien, Bertrand de Billy auf den jungen Dirigenten aufmerksam und lud ihn ein, bei der Sommerproduktion des Theaters an der Wien, der Urfassung von Beethovens Fidelio im Rahmen des Klangbogen 2005 als Hospitant und 2. Assistent mitzuarbeiten.
Nach der Zusammenarbeit für den Fidelio lud Bertrand de Billy Ewald Donhoffer ein, als Studienleiter und Assistent bei Produktion der Schulhoff-Oper Flammen zu fungieren, die im Sommer 2006 am Theater an der Wien Premiere hatte.
Seine Arbeit wurde nicht nur von Dirigent de Billy und Regisseur Keith Warner als hervor-ragend bezeichnet, auch Intendant Roland Geyer zeigte sich sehr begeistert und lud ihn ein, in selber Funktion im Juni und Juli 2007 gemeinsam mit Fabio Luisi Mozart's Finta semplice zu erarbeiten.
Als Einspringer für den erkrankten Fabio Luisi debutiere er im Juli 2007 im Rahmen dieser Produktion sehr erfolgreich am Pult der Wiener Symphoniker.
Im Rahmen weiterführender Studien debutierte er im Mai 2006 am Pult des RSO Wien, diesmal mit Jean Sibelius' 5. Symphonie.
Ewald Donhoffer kann bereits auf eine reiche Erfahrung als Dirigent zurückblicken. Sein Debut als Operndirigent erfolgte 2001 in Wien mit Händel's Giulio Cesare an der Neuen Studiobühne Penzing, gefolgt von einer erfolgreichen Wiederaufnahme im Herbst des Folgejahres (Regie: Andreas Leisner).
2003 gründete Ewald Donhoffer das o(h)!-ton ensemble wien, das im November desselben Jahres im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses debutierte. Wilhelm Sinkovicz zeigte sich erfreut über die Spielfreudigkeit und das hörbare Engagement des jungen Ensembles.
Ebenfalls 2003 holte Thomas Rösner den jungen Kollegen als seinen Assistenten ans Pult der Sinfonietta Baden. Während zahlreicher Einstudierungen und Konzerte stand Ewald Donhoffer seither am Pult dieses Orchesters.
Das Jahr 2004 brachte Assistenzen bei Reinhard Schwarz an der Kammeroper Schloß Rheinsberg bei Berlin mit Mozarts Zauberflöte und Huw Rhys James bei der Wiener Musikwerkstatt mit einer Oper des Finnen Einojouhaani Rautavaara - Auringon Talo, das Sonnenhaus.
2005 leitete er wieder eine Produktion an der Neuen Studiobühne Penzing, diesmal die Händel-Oper Ariodante, die auch von der Presse sehr gelobt wurde.
Im Jänner 2006 dirigierte er Zellers Vogelhändler im Rahmen einer Tournee durch Deutschland.
Konzerte mit Laienorchestern, Chören, workshops mit Dirigenten wie Daniel Barenboim und Yakov Kreizberg runden seine Tätigkeit ab. Zudem debutierte er im Mai 2006 beim Wiener Mozart Orchester und ist seither Gastdirigent dieser Formation.
Im September 2006 war er Finalist des Primer Concurso de Jovenes Directores de Orquesta, der vom Orquesta de Cordoba veranstaltet wurde.
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Seine erste CD-Produktion war dem Marimba-Konzert von Emmanuel Séjounée gewidmet, das er im Juni 2006 mit Bogdan Bacanu und den Salzburger Solisten aufnahm.
Im Februar 2007 nahm Ewald Donhoffer am Pult der Capella Istropolitana einige kleinere Orchesterwerke von Ludwig van Beethoven im Rahmen der CD-Edition des Geamtwerks für das Label Brilliant Classics auf.
Für 2008 sind weitere Arbeiten am Theater an der Wien geplant, unter anderem die Originalfassung von Luigi Cherubinis Médée unter der Gesamtleitung von Fabio Luisi. Zudem wird der junge Dirigent ab dem Sommersemester 08/09 als Lehrbeauftragter für Dirigieren in die Dirigentenklasse an der Konservatorium Wien Privatuniversität zurückkehren.
Bevor Ewald Donhoffer sich ganz dem Dirigieren widmete, genoß er eine umfang-reiche musikalische Ausbildung, die die wichtige Basis seiner Arbeit bildet: seit 1995 bis zum endgültigen Abschluß 2002 studierte er Orgel, Improvisation und Kirchenmusik, Cembalo und Generalbaß, Chor- und Ensembleleitung, sowie Gesang an der Musikuniversität Wien. Als prägende Lehrer seien Alfred Mitterhofer, Wolfgang Glüxam, Alois Glaßner und Margit Klaushofer genannt.
Sehr bald konnte er eine rege Konzerttätigkeit als Kammermusiker, Cembalist, Organist und Sänger entfalten, die zahlreiche Einladungen zu kleineren Festivals nach sich zog.
Zu nennen sei hier auch seine mehrjährige Arbeit als Assistent und 2. Chorleiter der Wiener Singakademie zwischen 2003 und 2006, Tätigkeiten als Chorsänger bei der operklosterneuburg, als Chorsolist der Wr. Singakademie (u.a. Paulus unter Fabio Luisi) und dem Salzburger Bach Chor (u.a. Idomeneo im Sommer 2006 bei den Salzburger Festspielen) sowie als Cembalist beim RSO Wien unter den Dirigenten Dennis Russel Davies und Peter Sakari. Im Rahmen einer Karenzvertretung war er dazu 2005/2006 als Korrepetitor in der Gesangsklasse von Margit Klaushofer an der Universität für Musik in Wien tätig.
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